Unterricht

Musik – was gibt es Schö­ne­res, als selbst Musik zu machen?

Der ers­te Unter­richt und der ers­te Leh­rer sind ent­schei­dend für die gesam­te musi­ka­li­sche Zukunft des Kin­des und soll­ten dar­um ein höchs­tes Niveau auf­wei­sen.

In mei­nem Unter­richt ori­en­tie­re ich mich an fol­gen­den Eck­pfei­lern:

Geigenunterricht Herford | Eckpfeiler meines Unterrichts

Freude an der Musik

Ich möch­te, dass mei­ne Schü­ler sich lang­fris­tig für das Gei­gen­spiel begeis­tern. Von Anfang an „Musik” machen, die „See­le zum Klin­gen brin­gen”.

Von Innen nach Außen

Ich möch­te, dass die Schü­ler nicht nur ler­nen „rich­ti­ge” Töne zu spie­len, son­dern auch „beseel­te”. Auch Com­pu­ter kön­nen rich­ti­ge Töne spie­len — mit Musik hat das Gan­ze dann aber wenig zu tun. 

Nur wenn die Fin­ger von der eige­nen Klang­vor­stel­lung gesteu­ert wer­den, ent­steht am Ende Musik, die uns und ande­re berührt. 

Schü­ler, die nur gelernt haben die Noten rich­tig auf dem Instru­ment zu „über­set­zen” haben es spä­ter sehr schwer ihr Spiel musi­ka­li­sch zu gestal­ten – es kann Jah­re dau­ern und setzt ein kom­plet­tes Umden­ken beim Spie­len und Umler­nen der Spiel­wei­se vor­aus.

Musik hört nicht mit dem Abspie­len der Noten auf. Töne an sich sind noch lan­ge kei­ne Musik. Das Tip­pen von Buch­sta­ben auf der Schreib­ma­schine macht noch kei­ne Geschich­te.

Auch die all­ge­mei­ne Qua­li­tät des Spiels hängt maß­geb­li­ch von der Klang­vor­stel­lung ab. Je dif­fe­ren­zier­ter die­se ist, umso bes­ser spielt man und umso schö­ner ist das Klan­g­er­geb­nis.

Die Schu­lung des Gehörs und die Erar­bei­tung eines all­ge­mei­nen Ver­ständ­nis­ses von Musik sind des­halb eben­falls essen­ti­el­le Bestand­tei­le des Unter­richts.

Bevor wir das Stück spie­len, sin­gen wir es, um das inne­re Hören und die Vor­stel­lungs­kraft zu trai­nie­ren. Bevor wir den ers­ten Ton spie­len, „hören wir vor” und spie­len ihn erst dann mit der nöti­gen Sicher­heit.

Auf die­se Wei­se wird eine soli­de Grund­la­ge geschaf­fen, die alle spä­te­ren musi­ka­li­schen und tech­ni­schen Anfor­de­run­gen berück­sich­tigt.

Dadurch, dass die Schü­ler von innen nach außen spie­len, kommt es nicht zu der künst­li­chen Tren­nung zwi­schen „Musik machen” auf der einen Sei­te und „Arbeit an der Tech­nik” auf der ande­ren. Wir ler­nen also nicht erst die „rich­ti­gen Töne” zu spie­len und ver­su­chen dem Gan­zen dann „Musi­ka­li­tät” auf­zu­stül­pen.

Ganzheitlich spielen – mit Körper, Geist und Seele

Selbst­ver­ständ­li­ch wid­me ich mich auch aus­führ­li­ch dem Kör­per­ge­brauch.
Musik ist Aus­druck, Bewe­gung, etwas Flie­ßen­des.
Der Zweck aller Bewe­gun­gen an der Gei­ge ist ein bestimm­ter Aus­druck, der von der eige­nen Klang­vor­stel­lung voge­ge­ben wird und die man umso schnel­ler und prä­zi­ser aus­füh­ren kann, je bes­ser man sei­nen Kör­per kennt und je fein­sin­ni­ger man mit dem eige­nen Kör­per umge­hen kann. 

Die Schu­lung der Kör­per­wahr­neh­mung und die Ent­wick­lung eines guten Kör­per­be­wusst­seins bil­den die Basis für die Ent­wick­lung einer natür­li­chen und öko­no­mi­schen Spiel­tech­nik.

Auch Übun­gen in der Kör­per­wahr­neh­mung beschrän­ken sich dabei nicht nur auf blo­ße Anwei­sun­gen von Außen. Das Ziel ist nicht, Bewe­gun­gen ein­fach „nach­zu­ma­chen”, son­dern sie von Innen her­aus zu füh­ren und mit­tels „Hin­ein­füh­lens” auch bewusst nach­zu­ver­fol­gen.

Mit Ana­lo­gi­en, Meta­phern und klei­nen Balan­ce- und Bewe­gungs­übun­gen hel­fe ich mei­nen Schü­lern dabei, mit dem Instru­ment zu „ver­schmel­zen” und es als Erwei­te­rung des eige­nen Kör­pers wahr­zu­neh­men. So ler­nen sie schritt­wei­se, wor­auf es beim Gei­ge spie­len wirk­li­ch ankommt:

  • Auf eine die Bewe­gun­gen lei­ten­de Klang­vor­stel­lung,
  • auf die Locker­heit und Durch­läs­sig­keit aller Glie­der
  • und auf eine acht­sa­me, nicht ver­ur­tei­len­de inne­re Geis­tes- und Kör­per­hal­tung.

Je mehr man los­lässt und je weni­ger man die natür­li­chen Bewe­gungs­ab­läu­fe durch zu viel „tun” und zu viel Wol­len „stört” – umso mühe­lo­ser gestal­tet sich das Gei­gen­spiel und umso schö­ner wird die Musik. 

Schü­ler, die sich beim Spie­len von ihrer Klang­vor­stel­lung lei­ten las­sen und sich ihres Kör­pers gewahr sind, blei­ben in der Regel lan­ge moti­viert und ent­wi­ckeln mit der Zeit ein sehr dif­fe­ren­zier­tes musi­ka­li­sches Aus­drucks­ver­mö­gen.

Ungezwungene Atmosphäre

Eine gute Unter­richts­at­mo­sphä­re ist die Vor­aus­set­zung für lang­fris­ti­ge Erfol­ge.

Mit mei­nen Unter­richts­me­tho­den möch­te ich das Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten des Schü­lers stär­ken. Man soll ver­ste­hen war­um man etwas tut und natür­li­ch auch nicht scheu­en nach­zu­fra­gen.

Ich sehe mei­ne Auf­ga­be als Gei­gen­leh­re­rin dar­in, mei­ne Schü­ler dabei zu unter­stüt­zen, sich zu selbst­stän­di­gen und selbst­be­wuss­ten Musi­kern zu ent­wi­ckeln, sodass sie nicht dau­er­haft auf Anwei­sun­gen und Kor­rek­tu­ren eines Leh­rers ange­wie­sen sind. Aus die­sem Grund füh­re ich mei­ne Schü­ler mög­lichst früh an ein eigen­stän­di­ges sinn­vol­les und sys­te­ma­ti­sches Erar­bei­ten der Stü­cke her­an.

Violinliteratur

Da Musik emo­tio­na­le und sons­ti­ge grund­le­gen­de mensch­li­che Erfah­rungs­wer­te trans­por­tiert, kann man nur das authen­ti­sch musi­ka­li­sch aus­drü­cken, was mit einem selbst auch reso­niert.

War­um soll­te man etwas spie­len und sei­ne See­le in es hin­ein­le­gen, wenn man kei­ne Ver­bin­dung dazu hat? Es ist, als wür­de man einen fremd­spra­chi­gen Text rezi­tie­ren, ohne über­haupt zu ver­ste­hen, was er aus­sagt. Dar­um möch­te ich, dass mei­ne Schü­ler mit­be­stim­men, wel­che Stü­cke sie spie­len möch­ten.

Ent­spre­chend unter­rich­te ich neben der klas­si­schen Vio­lin­li­te­ra­tur und Musik ver­schie­de­ner Kul­tu­ren (z.B. Klez­mer oder rus­si­sche Volks­wei­sen), auf Wunsch auch Pop­mu­sik oder Musik aus Fil­men oder Video­spie­len.

Unterrichtskonditionen

Der Unter­richt fin­det in der Regel an der Kas­ta­ni­en­al­lee 3 in Her­ford statt.

Wenn Sie noch kei­ne eige­ne Gei­ge besit­zen, kön­nen Sie bei mir ger­ne auch eine Gei­ge mie­ten.

Bei wei­te­ren Fra­gen nut­zen Sie bit­te das Kon­takt­for­mu­lar.

Die ers­te Ken­nen­lern­stun­de ist kos­ten­frei!